Klarstein Pausa Test: 20 Bar Marketing gegen die Realität in deiner Tasse

Einleitung und Einordnung der Klarstein Pausa

Willkommen zu meinem Klarstein Pausa Test. In der Welt der Kaffeemaschinen gibt es ein Segment das besonders hart umkämpft ist. Es handelt sich um die Preisklasse unter 150 Euro in der sich auch die Klarstein Pausa bewegt. Viele Einsteiger suchen hier nach dem heiligen Gral des Kaffees ohne direkt ein Vermögen für eine Profimaschine auszugeben. Die Klarstein Pausa präsentiert sich dabei als kompakte Lösung mit einem Thermoblock und einem Wassertank der 1,4 Liter fasst. Der Hersteller wirbt mit einer Leistung von 1350 Watt und einem markanten Manometer an der Front. Doch was steckt wirklich hinter dem glänzenden Gehäuse und den technischen Versprechungen?

Die Wahrheit hinter dem Marketing und dem Brühdruck – Klarstein Pausa Test

Schon beim Blick auf die technischen Spezifikationen fallen die ersten Unschärfen auf die typisch für das Marketing im Einstiegsbereich sind. Je nachdem auf welcher Händlerseite du dich befindest liest du von 20 Bar Druck während andere Quellen eher von 7 bis 9 Bar sprechen. Dieser Widerspruch ist kein Zufall sondern eine gezielte Taktik um technische Laien zu beeindrucken. Die Angabe von 20 Bar beschreibt lediglich die statische Maximalleistung der verbauten Vibrationspumpe. Das bedeutet dass dieser Druck nur dann erreicht wird wenn der Wasserfluss komplett blockiert ist.

In der Realität eines Brühvorgangs ist dieser Wert völlig belanglos. Ein guter Espresso benötigt am Kaffeepuck einen stabilen Druck von etwa 9 Bar. Wenn eine Maschine mit 20 Bar wirbt suggeriert sie eine Kraft die für die Extraktion sogar schädlich wäre weil sie den Kaffeepuck einfach zerreißen würde. Die Pausa pendelt sich im Betrieb zum Glück bei den realistischen 9 bis 10 Bar ein was seit Jahrzehnten der internationale Referenzwert für eine ordentliche Extraktion ist. Der Aufdruck auf der Verpackung ist also reines Marketing und kein echtes Qualitätsmerkmal.

Klarstein Pausa Test

Die Zielgruppe der Pad Nutzer und wirtschaftliche Aspekte – Klarstein Pausa Test

Ein zentraler Punkt in der Bewertung der Klarstein Pausa ist die Einteilung der Nutzer in zwei Gruppen. Die erste Gruppe sind die Bequemlichkeitstrinker die vor allem E.S.E Pads nutzen wollen. E.S.E steht für Easy Serving Espresso und beschreibt genormte Papierpads die etwa 7 Gramm Kaffeemehl enthalten. Die Pausa bringt einen speziellen Einsatz für genau diese Pads mit. Das klingt zunächst praktisch da es sauber und konstant ist. Wer jedoch die Pausa ausschließlich mit diesen Pads betreibt handelt aus wirtschaftlicher Sicht fast schon dumm.

Du kaufst hier eine Siebträgermaschine mit all ihren Funktionen wie Dampflanze und Manometer nutzt aber nur einen Bruchteil davon. Für den reinen Pad Betrieb gibt es Maschinen die genau darauf spezialisiert sind und oft ein besseres Ergebnis liefern weil sie weniger unnötigen Ballast mitschleppen. E.S.E Pads sind pro Portion zudem deutlich teurer als frisch gemahlener Kaffee. Wenn du also nur Pads trinken willst bezahlst du für Funktionen die du im Alltag ignorierst. Das ist so als würdest du einen Sportwagen kaufen um damit nur im ersten Gang zum Bäcker zu fahren.

Ambitionierte Einsteiger und technische Grenzen – Klarstein Pausa Test

Die zweite Gruppe sind die Einsteiger die den Espresso ernst nehmen und frisch gemahlene Bohnen verwenden möchten. Hier zeigt sich im Klarstein Pausa Test was sie kann aber auch wo ihre klaren Grenzen liegen. Mit einer hochwertigen Mühle und der richtigen Vorbereitung kann die Maschine einen ordentlichen Espresso produzieren. Innerhalb ihrer Preisklasse musst du jedoch mit deutlichen Abstrichen bei der Präzision rechnen.

Thermoblock Maschinen wie die Pausa leiden systembedingt unter Temperaturschwankungen. Wenn das Wasser mal zu heiß oder mal zu kalt aus der Brühgruppe kommt wirkt sich das sofort auf den Geschmack aus. Ein Espresso kann dann entweder zu sauer oder zu bitter werden. Auch die mitgelieferten Siebe sind nicht auf dem Niveau von Profizubehör. Sie verzeihen zwar Fehler bei der Mahlgradwahl liefern aber niemals die Intensität und Textur die man von einer hochwertigen Maschine kennt. Für einen gelegentlichen Cappuccino am Nachmittag reicht das sicherlich aus aber ambitionierte Heimbaristas werden sehr schnell frustriert sein.

Das Phänomen des Nachtropfens nach dem Bezug – Klarstein Pausa Test

Ein weiteres Thema das viele Nutzer beschäftigt ist das Nachtropfen der Brühgruppe nach dem Bezug. Wenn du die Pumpe ausschaltest sickert oft noch sekundenlang Wasser nach. Das ist bei günstigen Maschinen wie der Klarstein Pausa kein Defekt sondern eine technische Limitierung. Hochwertige Siebträger verfügen über ein Dreiwegeventil das den Restdruck nach dem Bezug sofort in die Abtropfschale ableitet.

Bei der Pausa fehlt ein solches Ventil oder es ist nur in einer sehr einfachen Form vorhanden. Das führt dazu dass sich der Druck im System nur langsam abbaut und das restliche Wasser aus dem Brühkopf tropft. Selbst wenn der Hersteller eine automatische Druckentlastung angibt bleibt oft Flüssigkeit in den Leitungen und im Kaffeepuck zurück. Das sorgt für eine nasse Angelegenheit in der Abtropfschale und erfordert regelmäßiges Putzen. In dieser Preisklasse ist das jedoch der Standard und man muss damit leben wenn man nicht das Dreifache ausgeben möchte.

Unterschiede zwischen Pad Systemen und Aroma – Klarstein Pausa Test

Besonders wichtig ist auch die Unterscheidung der verschiedenen Pad Systeme. Oft werden Begriffe im Handel wild durcheinander geworfen. Die Klarstein Pausa ist für E.S.E Pads ausgelegt die einen festen Espresso Charakter haben. Die klassischen weichen Kaffeepads die du aus Maschinen wie der Senseo kennst funktionieren hier absolut nicht. Diese Softpads benötigen ein System das mit wenig Druck arbeitet während die Pausa das Wasser mit Kraft durch das Sieb presst. Wer versucht Softpads in einem Siebträger zu verwenden wird nur eine wässrige Enttäuschung erleben. Wenn du wirklich Qualität in der Tasse willst bleibt frisch gemahlenes Kaffeemehl ohnehin unschlagbar. Die Verwendung von Pads bleibt immer ein Kompromiss zwischen Bequemlichkeit und Geschmack.

Fazit und abschließende Bewertung – Klarstein Pausa Test

Zusammenfassend lässt sich im Klarstein Pausa Test sagen dass die Klarstein Pausa ihren Zweck als Einsteigergerät erfüllt wenn man die Erwartungen realistisch hält. Sie ist kompakt und schnell heiß was im hektischen Alltag ein Vorteil ist. Die Dampflanze liefert genug Power für einfachen Milchschaum. Dennoch bleibt sie ein Gerät der Gegensätze. Für reine Pad Nutzer ist sie zu teuer und zu kompliziert während sie für echte Espresso Puristen zu ungenau ist.

Wenn du allerdings schon ganz unten im Preisregal anfangen willst dann solltest du es wenigstens richtig machen. Eine deutlich sinnvollere Alternative ist hier die DeLonghi Stilosa. Sie ist ein klassischer Einkreiser und bringt zwar dieselben technischen Einschränkungen wie die Pausa mit also Schwankungen bei der Temperatur oder das unvermeidliche Nachtropfen aber sie ist als Gesamtpaket das bessere Fundament für den Einstieg. Wenn schon unten anfangen dann aber richtig.

Wer ernsthaft in das Hobby Espresso einsteigen will sollte die Pausa nur als ersten Schritt sehen und unbedingt in eine gute Mühle investieren. Ohne frische Bohnen und den richtigen Mahlgrad bleibt das Ergebnis zufällig und die Anzeige auf dem Manometer nur eine hübsche Dekoration. Die 20 Bar Werbung sollte man schlicht ignorieren und sich stattdessen auf das Handwerk an der Maschine konzentrieren. Die Pausa ist eine solide Haushaltsmaschine für den kleinen Geldbeutel aber sie ist kein Werkzeug für Perfektionisten.

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Den Test zur Delonghi Dedica findet ihr hier zur günstigen Klarstein Retro hier

Hat die Maschine wirklich 20 Bar Druck?

Nein dieser Wert dient nur der Werbung. Wie wir im Klarstein PAusa Test sehen, beim Brühvorgang erreicht die Maschine einen Druck von etwa 9 bis 10 Bar was für einen Espresso ideal ist. Ein höherer Druck würde das Kaffeemehl beschädigen und den Geschmack ruinieren.

Warum kommt nach dem Ausschalten noch Wasser aus der Brühgruppe?

Das Nachtropfen ist bei günstigen Modellen normal. Da kein spezielles Ventil verbaut ist das den Druck sofort entweichen lässt sickert das restliche Wasser langsam heraus. Du solltest die Tasse daher erst nach einigen Sekunden wegnehmen.

Kann ich die Maschine mit weichen Kaffeepads nutzen?

Auch im Klarstein Pausa Test haben wir gesehen, Nein die Maschine ist nicht für herkömmliche Softpads geeignet. Du kannst nur gemahlenen Kaffee oder feste Espresso Pads verwenden. Weiche Pads würden unter dem Druck der Maschine reißen und kein gutes Ergebnis liefern.

Ist die Klarstein Pausa für Anfänger ohne Mühle eine gute Wahl?

Ohne eine eigene Mühle nutzt du nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten. Zwar kannst du vorgemahlenen Kaffee verwenden aber das Ergebnis wird oft zufällig sein. Wenn du keine Mühle kaufen willst solltest du eher zu einer reinen Pad Maschine greifen.

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Markus
Markus

Ob E-Bike, GPS-Uhr oder die beste Smartphone-Halterung – bei mir findest du alles, was das Radfahrerherz begehrt. Und natürlich gibt's auch die neuesten Tech-Trends.

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